Die bekannteste Anekdote ist jedoch die von Elvis' legendärem Privatkonzert in der Micky-Bar in
Grafenwöhr – ein Dankeschön des Musikers für die Betreiber des Tanzlokals, die ihn und seinen Vater
Vernon Presley für einige Tage in ihrem Privathaus unterbringen. Wegen der überall lauernden Fotografen
und Autogrammjäger lässt die Armeeführung den Weltstar bei der Gastronomie- und Unternehmerfamilie
Rodler übernachten, die zu Stillschweigen verpflichtet wird.

Seine Leibspeise war Schnitzel
"Seine Leibspeise war Schnitzel, das wollte er jeden Tag", erzählte Raimund Rodler vor einigen Jahren
anlässlich des 35. Todestags des "King". Elvis sei ganz locker und leger, "wie ein Nachbarjunge",
aufgetreten. "Dass er ein Star ist, hat er sich nicht anmerken lassen." Und nach seinem fünftägigen
Aufenthalt setzt er sich für Rodlers Familie und die Mitarbeiter an den inzwischen im örtlichen Kultur- und
Militärmuseum stehenden Flügel der Micky-Bar und singt zweieinhalb Stunden lang seine schönsten Lieder
wie "Love me tender" oder "Don't be cruel". Das alles
geschieht hinter verschlossenen Türen, denn
eigentlich darf Elvis während seiner Militärzeit keine
Konzerte geben.

Eine Musiklegende in der Oberpfalz,
das sorgte für Aufruhr in der Region.
© Loomis Dean/Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr