Damals bedient Marion Keisker das Aufnahmegerät und fragt den nervösen jungen Mann: 

Marion: "Was für ein Sänger sind Sie?"

Elvis: "Ich singe alles Mögliche!"

Marion: "Wie singen Sie? Wie wer, wie klingen Sie?"

Elvis (patzig): "Ich singe überhaupt nicht wie irgendwer!"

Elvis macht mit dieser selbstbewussten Antwort Eindruck bei Marion Keisker. Die besorgt ihm einen Termin bei ihrem Chef Sam Philipps. Der ist ständig auf der Suche nach neuen Talenten und schickt den jungen Sänger mit den markanten Koteletten in den Aufnahmeraum. Elvis singt ein paar Balladen. Doch der Funke will nicht überspringen. Erst als Elvis während einer Pause herumalbert und den fetzigen Song "That's all right, Mama" des schwarzen Rhythm- und Bluessängers Arthur Crudup anstimmt, merkt Sam Philipps, was für einen dicken Fisch er da an der Angel hat: einen weißen Sänger mit der bluesigen Stimme eines Schwarzen.

Am nächsten Tag landet die Aufnahme beim Diskjockey eines kleinen Radiosenders in Memphis. Der spielt "That's all right, Mama" in seiner Sendung, und löst damit die allererste - wenn auch noch verhältnismäßig kleine - Elvis-Hysterie aus. Es gehen 5.000 Plattenbestellungen bei den örtlichen Händlern ein. Elvis erinnert sich später, dass er einfach Glück hat und genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, als es keinen klaren musikalischen Trend gibt und die Leute auf der Suche nach etwas Neuem sind.

Der Rest, der Rest .... ist GESCHICHTE

Memphis im Hochsommer 1954: Der junge Elvis Presley marschiert in ein Tonstudio. In einen dieser vielen kleinen Läden, in denen man für ein paar Dollar eine eigene Schallplatte aufnehmen kann. Am Empfang sitzt die Sekretärin Marion Keisker. Sie kennt den jungen Lastwagenfahrer bereits. Der 19-Jährige hat ein paar Monate zuvor schon mal eine Platte aufgenommen - den Schmusesong "My Happiness", der Legende nach als Geschenk für seine Mutter.